Letztes Infotreffen Thun 2021 - Dokumentation

Das Infotreffen der Foren bikesharing und Velostationen hat am Freitag, den 3. September 2021 in Thun stattgefunden.
Am Nachmittag lag der Fokus auf dem Thema bikesharingmit:  Präsentation der neuen Bikesharing-Modelle von Thun und St.Gallen; Cargo-Velo-Sharing in der Schweiz und im Ausland; Pilotprojekt YUMUV für die Integration von öffentlichem Verkehr und Bikesharing

Am Morgen fand das Infotreffen des Forums Velostationen statt.

Programm des Infotreffens in Thun am 03.09.2021 (PDF):

MITTELGROSSE STÄDTE UND BIKESHARING:

  • Neues bikesharing-System in Thun
    Christine Hauert,
    Projektleiterin Umwelt Energie Mobilität, Stadt Thun
    Die Stadt Thun verfügt bereits seit 2014 über ein Bikesharing-System. Seit 2020 wird dieses mit Donkey Republic durch einen neuen Anbieter betrieben. Christine Hauert, Verantwortliche für den Aufbau des Systems in Thun, berichtet über das Auswahlverfahren, den Aufbau, die ersten Erfahrungen seit der Inbetriebnahme, die anstehenden Herausforderungen und über die Vision eines Bikesharing Systems Thunersee.
  • Neues Bikesharing und Trottinett-Sharing in St.Gallen
    Stefan Pfiffne
    r, Verkehrsplanung, Stadt St.Gallen
    Die Stadt St.Gallen suchte einen Bikesharing-Anbieter, ohne in den Service selber investieren zu müssen. Dieses Jahr hat sich die Stadt für das E-Bikescharing-System von TIER entschieden, die bereits das Trottinett-Sharing in St.Gallen betreibt. Damit ist in der Schweiz ein neuer Bikesharing-Anbieter in den Markt eingetreten. Stefan Pfiffner von der Verkehrsplanung der Stadt St.Gallen berichtet über das Auswahlverfahren, die Betriebsauflagen für den Anbieter, das System der "geofences" und die Erfahrungen der ersten Betriebsmonate.

SHARING VON CARGOVELOS:
Bikesharing-Angebote müssen verschiedenen Bedürfnissen gerecht werden, um attraktiv und eine echte Alternative zum MIV sein zu können. Dazu gehören Freizeitfahrten, Geschäftsfahrten, Velotouren ebenso wie Kinder- und Materialtransporte. Anbieter müssen darum ihre Fahrzeugflotte diversifizieren und beispielsweise auch Cargovelos anbieten. Unter welchen Bedingungen kann dies ökonomisch funktionieren? Zwei Beispiele - eines aus der Schweiz und eines aus dem Ausland - geben Antworten.

  • Das Pilotprojekt von Nextbike
    Marco Weigert, Director Business Strategy, Nextbike
    Nextbike ist Marktführerin in Europa, aber auch in zahlreichen anderen Ländern auf 3 Kontinenten aktiv. Der Bikesharing-Anbieter betreibt in seinen Flotten seit über 5 Jahren auch Cargovelos. Derzeit sind Fahrzeuge in mehreren Städten verfügbar, so in Freiburg, Norderstedt und Mannheim. Marco Weigert von Nexbike berichtet über die Erfahrungen. Er zeigt auf, warum das System in gewissen Städten und Quartieren besser funktioniert als anderswo, welche Fahrzeuge sich für welche Fahrzwecke am besten eignen und welches Betriebsmodell sich am besten zu rechnen scheint.
  • carvelo2go: Bilanz und neue Perspektiven nach sechs Jahren Carvelo-Vermietung
    Arnaud Nicolay, Verantwortlicher für carvelo2go in der Westschweiz, Mobilitätsakademie des TCS
    Nach sechs Betriebsjahren zählt das Vermietungssystem carvelo2go 340 Cargovelos an 80 Standorten in der Schweiz - Tendenz steigend. Arnaud Nicolay, der Verantwortliche für carvelo2go in der Schweiz, wird in seiner Präsentation folgende Fragen beantworten: Wer sind die Nutzerinnen und Nutzer des Angebotes und für welche Fahrzwecke wird es genutzt? Welche neuen Nutzergruppen sollen erreicht werden? Welche Lösungen bieten sich für Wohnquartiere an, wo keine Hosts zur Verfügung stehen? Soll die Fahrzeugflotte diversifiziert werden? Gleichzeitig stellt der Referent das Pilotprojekt "Smargo" vor, bei dem seit vergangenem Mai in drei Schweizer Städten elektrische Klein-Nutzfahrzeuge gemietet werden können.

YUMUV, Beispiel für eine gemeinsame App für den öV und das (Bike)-Sharing
Michael Funk, BERNMOBIL
Der kombinierten Mobilität gehört die Zukunft. Sharing-Anbieter und dabei inbes. das Bikesharing bieten sich dabei als ideale Ergänzung des öffentlichen Verkehrs für die Reise von Tür zu Tür an. Voraussetzung dafür ist eine attraktive Plattform, über die alle Verkehrsmittel geplant, gebucht und bezahlt werden können. Michael Funk von BERNMOBIL berichtet über die Plattform YUMUV, die von der SBB und den städtischen Transportunternehmen von Zürich, Basel und Bern lanciert wurde. In diese integriert sind auch mehrere Bikesharing-Anbieter. Der Referent stellt neben der Plattform und den einzelnen Angeboten auch erste qualitative und quantitative Ergebnisse und Learnings vor.

Verabschiedung
Andrea de Meuron
, Gemeinderätin, Vorsteherin der Direktion Finanzen Ressourcen Umwelt, Stadt Thun

Teilnehmerliste (PDF)

Die Referate wurden in Deutsch und Französisch gehalten, mit Simultanübersetzung. Eine Präsentation fand auf Englisch statt.

Moderation: Valérie Sauter, Geschäftsführerin, Foren bikesharing und Velostationen Schweiz
Simultanübersetzung: Tania Revaz und Astrid Krüger

Am Vormittag fand das Infotreffen des Forum Velostationen statt. Hier finden Sie die Präsentationen.