Nächstes Infotreffen in Basel

Das Infotreffen der Foren bikesharing und Velostationen wird am Donnerstag, den 8. September 2022 in Basel stattfinden. Der Vormittag widmet sich dem Thema Velostationen, der Nachmittag dem Thema bikesharing.

Anmeldung

Anmeldungen werden über das Online-Formular vorgenommen und sind bis Mittwoch, den 24. August 2022, möglich.

Link zum Programm  (PDF-Version zum ausdrucken).

Detailliertes Programm unten.

Programm Vormittag Forum Velostationen

ab 9.00 Uhr
Kaffee und Gipfeli (Multifunktionsraum, Dufourstrasse 40)

9.30 Uhr
Empfang durch das Forum Velostationen Schweiz

Begrüssung
Esther Keller, Regierungsrätin, Vorsteherin Bau- und Verkehrsdepartement des Kanton Basel-Stadt

Veloabstellplätze: Stand in Basel
Samuel Diethelm,
Projektleiter Verkehrsplanung, Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt
Samuel Diethelm, Projektleiter Verkehrsplanung beim Kanton Basel-Stadt, gibt einen Überblick über die Situation in Basel in Bezug auf die Veloparkierung. Er berichtet über die Planung und deren Umsetzung in den letzten Jahren und stellt die relevanten Grundlagendokumente vor.

10.00 Uhr   
Workshops – jede/r Teilnehmer/in nimmt an zwei Workshops teil
(bitte bei der Online-Anmeldung wählen):

  1. Objektive und subjektive Sicherheit: Welche Massnahmen sind in Velostationen zu ergreifen?
    Input von Andreas Stäheli, Berater des Forums Velostationen Schweiz, Ingenieurbüro Pestalozzi & Stäheli, Basel
    In Velostationen werden manchmal Velos gestohlen, können elektrische Batterien in Brand geraten oder fühlen sich Personen unsicher. Was ist objektive, was subjektive Sicherheit? Was sind die Ursachen für Unsicherheiten? Welche Massnahmen sind in neuen Velostationen zu ergreifen? Was lässt sich in bestehenden Velostationen verbessern? — Folgende Massnahmen stehen zur Diskussion: Lage und Erschliessung der Velostation, Einsehbarkeit (bauliche Offenheit), Überwachung (Spiegel, Kamera, Datenschutz, Personal, Sicherheitsdienst, Zutrittskontrolle), Raumgestaltung (Raumverschnitt, Licht, Signaletik, Beschallung usw.), Hilfsmittel (SOS-Säulen, Begleit-App usw.). — Andreas Stäheli (Verkehrsingenieur) erläutert diese Themen anhand konkreter Beispiele und diskutiert sie mit den Teilnehmenden.
     
  2. Wie finde ich den besten Standort für eine (städtische) Velostation?
    Input von Virginie Kauffmann,
    Beraterin des Forums Velostationen Schweiz, Geografin, GEOGRAFE sàrl, Magglingen
    Ob an Bahnhöfen oder in zentralen Wohnquartieren: Der Platz für Veloparkieranlagen ist knapp und es stellt sich die Frage des richtigen Standortes unter Berücksichtung der fachlichen Empfehlungen:
    - Welcher Standort ist der beste? Welches sind die massgebenden Kriterien?
    - Welche Synergien lassen sich mit welchen Gebäuden und Nutzungen finden? Unter welchen Bedingungen ist die Nutzung eines Autoparkhauses möglich?
    - Welche Anzahl Gratisparkplätze muss zur Verfügung gestellt werden?
    Virginie Kauffmann  präsentiert ihre Einschätzung zu diesen Fragen und stellen einige Beispiele zur Diskussion.
     
  3. Veloabstellplätze: Wie wird das Veloweggesetz umgesetzt?
    Input von Urs Walter, Fachverantwortlicher Veloverkehr, ASTRA und
    Simon Prenner, Projektmitarbeiter Mobilität, Stadt Aarau
    Das Veloweggesetz wurde verabschiedet und wird in Kürze in Kraft treten. In diesem Gesetz sind die Veloparkierungsanlagen ein integraler Bestandteil der Veloinfrastruktur, die so geplant und umgesetzt werden müssen, dass jede Person, die mit dem Fahrrad von A nach B fährt, ihr Velo dort abstellen kann. Was bedeutet dies für die Planung von Kantonen und Städten? Wie lässt sich diese neue Planungspflicht umsetzen? Wie können Veloparkierungsanlagen gut in die Richtpläne und Planungsstrategien für Fahrräder integriert werden? Welche Arten von Plätzen müssen darin enthalten sein und wo sollen sie platziert werden? Urs Walter, Fachverantwortlicher Veloverkehr beim Bundesamt für Strassen, bringt die Sicht des ASTRA ein. Anschliessend stellt Simon Penner, Projektmitarbeiter Mobilität der Stadt Aarau, das Beispiel "Masterplan Veloparkierung" der Stadt Aarau und dessen Umsetzung vor.
     
  4. Was braucht es, um die Veloparkierung an Bahnhöfen vermehrt vom öffentlichen Raum in die Velostationen zu verlagern?
    Input von Stephanie Stotz, Fachstelle Fuss- und Veloverkehr, Stadt Bern
    Manchmal stapeln sich die Velos rund um die Bahnhöfe, obwohl es in der Velostation noch freie Plätze gibt. Worauf ist dies zurückzuführen? Wie lässt sich eine Velostation der Öffentlichkeit bekannt und attraktiv machen? Nach einer Präsentation von Stephanie Stotz von der Fachstelle Fuss- und Veloverkehr der Stadt Bern über die aktuellen Überlegungen der Stadt Bern zu Tarifen, Beschilderung, Zugangserleichterungen und/oder Gestaltung der Velostationen diskutieren die Teilnehmenden diese Themen.

11.00 Uhr
Pause zwischen den Workshops

11.15 Uhr
Fortsetzung der Workshops

12.00 Uhr
Finanzierung der Veloparkierung in der Schweiz: Möglichkeiten und Beispiele
Valérie Sauter, Geschäftsführerin, Forum Velostationen Schweiz
Valérie Sauter, Geschäftsführerin des Forums Velostationen Schweiz, zeigt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten für Parkierungsanlagen und Velostationen in kleineren und mittelgrossen Städten auf. Dabei stehen die Agglomerationsprogramme sowie das Bike&Ride-Programm der SBB im Fokus. Die Referentin erläutert die relevanten Verfahren und zeigt Beispiele.

12.30 Uhr
Stehlunch im Multifunktionsraum (Dufourstrasse 40, Basel)

Programm Nachmittag Forum bikesharing

Ab 12.30 Uhr
Stehlunch im Multifunktionsraum (Dufourstrasse 40, Basel)
Während der Pause besteht die Möglichkeit, Velos von Velospot und Pick-e-Bike sowie Trottinette von VOI auszuprobieren.

13.45 Uhr
Empfang durch das Forum bikesharing Schweiz

Begrüssung
Pro Velo beider Basel

Sharing-Angebote im Kanton Basel-Stadt
Doreen Heinzmann
, Projektleiterin / Geschäftsführerin Mobilitätsfonds, Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt
Der Kanton Basel-Stadt arbeitet seit mehreren Jahren aktiv an einer heterogenen Sharing-Landschaft. So sind heute neun bewilligungsfreie Sharing-Anbieter in Basel unterwegs. Seit Herbst 2021 ist zudem das Veloverleihsystem «Velospot Basel» nach einer kantonalen Ausschreibung in Betrieb.
Welche Bilanz der Kanton nach mehreren Jahren Erfahrung mit Sharing-Angeboten als Teil nachhaltiger, urbaner Mobilität zieht und wie er die Zukunft der geteilten und kombinierten Mikromobilität sieht, erläutert Doreen Heinzmann vom Mobilitätsfonds des Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt.

Fusion von PubliBike AG und Intermobility AG
Fragen und Antworten mit Herrn Markus Bacher, CEO von PubliBike AG

Anschlussmobilität zum öffentlichen Verkehr mit Pick-e-Bike
Stephan Brode, Chief Digital Officer bei BLT Baselland Transport AG
Der Modalmix ist in aller Munde, und doch sehen sich viele als Konkurrenten. Jeder will mit seinen Mobilitätsangeboten in die Städte – aber diese platzen vor lauter Fahrzeugen fast aus den Nähten. Stephan Brode, CDO von Baselland Transport, legt dar, was Pick-e-Bike anders macht und warum Pick-e-Bike eine (fast) perfekte Ergänzung zu den bestehenden Angeboten des öffentlichen Verkehrs für Pendler*innen und Tourist*innen in Städten und besonders im Agglomerationsraum ist.

15.00 Uhr
Pause
Während der Pause besteht die Möglichkeit, Velos von Velospot und Pick-e-Bike sowie Trottinette von VOI auszuprobieren.

15.30 Uhr
Nachhaltigkeit von Sharing-Velos und E-Trottinettens:

  • Umweltauswirkungen der geteilten Mikromobilität und Vorschläge für die Zukunft
    Dr. Daniel J. Reck, Institute for Transport Planning and Systems, ETH Zürich
    Dr. Daniel J. Reck stellt eine von ihm durchgeführte Studie der ETH Zürich vor, die zu dem Schluss kommt, dass elektrisch betriebene Velos und Trottinette im Selbstverleih und ohne Stationsbindung die Umwelt stärker belasten als die Verkehrsmodi, die sie ersetzen. Private E-Trottinetts und E-Bikes ersetzen hingegen öfters Fahrten mit dem MIV und sind entsprechend nachhaltiger. Die Ergebnisse sind ein Aufruf an die Betreiber, ihre Systeme und den Betrieb zu verbessern. Städten liefert die Studie zudem Hinweise, wie sich die neuen Mobilitätsformen wirksam einbinden und regulieren lassen.
  • Geteilte Mikromobilität: Welche Zukunft wollen wir und wie erreichen wir sie?
    Dr. Jörg Beckmann
    , Direktor der Mobilitätsakademie und Gründungspräsident der Swiss Alliance for Collabroative Mobility (CHACOMO)
    Die Mobilitätsakademie des TCS gestaltet seit vielen Jahren die Marktentwicklung der Shared Mobility in der Schweiz aktiv mit. Ende 2021 initiierte sie die Gründung der „Swiss Alliance for Collaborative Mobility“ (CHACOMO), die mittlerweile fast 20 Shared Mobility Operators umfasst. Parallel zur Gründung dieses Branchenverbandes hat sie im Auftrag des Bundesamtes für Energie die "Shared Mobility Agenda 2030" erarbeitet. Jörg Beckmann, Direktor der Mobilitätsakademie und Gründungspräsident von CHACOMO, präsentiert und diskutiert seine Überlegungen zu einem nachhaltigen Management der geteilten Mikromobilität.
  • Podiumsdiskussion: Nachhaltigkeit der geteilten Mikromobilität: Wie kann sie erreicht werden?
    Im Rahmen dieser Podiumsdiskussion sprechen die Teilnehmenden über die Nachhaltigkeit der Mikromobilität und die Möglichkeiten, um die ökologische und ökonomische Bilanz dieser Angebote zu verbessern.
    - Dr. Daniel J. Reck
    - Dr. Jörg Beckmann
    - Markus Bacher, CEO PubliBike AG
    - Sarah Badoux, Head of Sustainability, Voi Technology
    Moderation: Aline Renard, Beraterin des Forums bikesharing Schweiz, Transitec Beratende Ingenieure AG

16.45 Uhr
Ende der Tagung
Apero

Die Referate werden in Deutsch und Französisch gehalten, mit Simultanübersetzung.

Moderation: Valérie Sauter, Geschäftsführerin, Foren bikesharing und Velostationen Schweiz
Simultanübersetzung: Tania Revaz und Valérie Gautier