«invia»-Velos lassen sich neu mit dem SwissPass ausleihen
Das wachsende Bikesharing-Angebot im Kanton ist nun noch näher am öffentlichen Verkehr: Ohne zusätzliche App und Anmeldung können Velos und E-Bikes einfach mit der SwissPass-Karte ausgeliehen werden. Damit wird das Angebot konsequent in Richtung kombinierter Mobilität weiterentwickelt, die den Bündnerinnen und Bündnern laut Medienmitteilung einen echten Mehrwert bietet.

Foto: Invia Bikeshare
Das «invia BikeShare»-Angebot: Bereits in fünf Gemeinden in Graubünden können rund um die Uhr Velos sowie E-Bikes ausgeliehen werden. Der Zugang erfolgte bisher über die nextbike-App. Um die Nutzung noch unkomplizierter zu gestalten, sind der Betreiber nextbike und die SBB eine Partnerschaft für das sogenannte «Tap&Go» eingegangen.
Ab Mitte September 2026 können die Velos mit dem SwissPass im Basistarif ausgeliehen werden, ohne dass ein eigener Account erstellt werden muss (1 Franken für ein Velo / 2 Franken für ein E-Bike pro 15 Minuten, siehe Infobox). «Der Veloverleih ist damit deutlich näher am Mobilitätssystem des öV» freut sich Lea Schawalder, Projektleiterin im Bereich Pendlerverkehr bei der Rhätischen Bahn (RhB).
In Graubünden haben sich die Transportunternehmen unter der Marke «invia» zusam mengeschlossen, unter der auch der Veloverleih geführt wird. Gemeinschaftlich finanziert, beteiligen sich diverse Standortpartner am Bikesharing, darunter auch die RhB. Pro Velo Graubünden hat den Veloverleih aufgebaut und koordiniert dessen Weiterentwicklung. Die weiterhin stark wachsende Nachfrage spricht für sich: Waren es im Sommer 2025 noch 5'000 Ausleihen pro Monat, wurden diesen Sommer monatlich über 20'000 Ausleihen verzeichnet. Jetzt wird das Angebot noch leichter zugänglich. «Wir sind glücklich, dass wir mit dem Zugang mittels SwissPass für die Velos ein klares Zeichen für die kombinierte Mobilität in unserem Kanton setzen können», sagt Simon Wahl, Geschäftsleiter von Pro Velo Graubünden.Er wünscht sich jedoch, dass der Kanton und die Gemeinden Lösungen wie den Veloverleih noch viel aktiver fördern und einsetzen würden. Schliesslich ist kombinierte Mobilität ein wichtiger Teil der kantonalen «Strategie Langsamverkehr», die in den kommenden Jahren einen drastischen Wandel hin zu mehr aktiver Mobilität, wie Velofahren, zum Ziel hat. Marco Weigert, Direktor DACH von nextbike berichtet: «Es gibt bereits Ausbaupläne für «in via BikeShare», die teilweise in Umsetzung sind. Aber generell gilt: Die Gemeinden, die ja in Graubünden für Veloinfrastruktur zuständig sind, brauchen noch mehr Unterstützung vom Kanton – insbesondere, wenn der Veloverleih auch in ländlichere Regionen ausge baut werden soll.»
Das Forum Bikesharing, das im vergangenen Juni gemeinsam mit Partnern eine Exkursion nach Chur organisiert hatte, freut sich über diese Neuigkeit, die darauf abzielt, die kombinierte Mobilität mit Velo und Zug zu fördern. Seit der ersten Einbindung von Publibike Velospot im Jahr 2015 hatte noch kein anderer Anbieter eine Partnerschaft mit SwissPass geschlossen. Nach Angaben von Adrian Houriet, dem Leiter von SwissPass bei den SBB, die er an der letzten Informationsveranstaltung machte, werden derzeit weitere Partnerschaften diskutiert. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Quelle : Medienmitteilung, 17. September 2026, Invia Bikeshare
https://www.bikesharing.ch/de/aktuelles/artikel/invia-velos-lassen-sich-neu-mit-dem-swisspass-ausleihen